Glossar


Hier finden Sie eine Übersicht über Abkürzungen und Begriffserklärungen.

Glossar

                  

Abkürzung                        Beschreibung


A


ADSL                                    Asynchronous Digital Subsciber Line      8 Mbit

ADSL 2+                               Extended bandwidth assymetric subscriber line     12 Mbit

ARPU                                    Average Revenue Per User       

bezeichnet den durchschnittlichen Umsatz pro Kunde

ARU                                      Access Remote Unit     


B


Backbone                           Rückgrat             

bezeichnet den übergeordneten Kernbereich eines Telekommunikationsnetzes mit sehr hohen Datenübertragungsrate, der meist aus einem Glasfasernetz besteht

Backhaul                             Rücktransport  

die Anbindung des Netzkontens eines Zugangsnetzes an ein Backbone-Netz. Der Begriff beschreibt nur die Funktion der Anbindung und trifft keine Aussage über die zur Realisierung verwendete Technik

Bitstream          

Anmietung eines entbündelten Datenanschlusses zum Endkunden und Bestückung mit eigenen Diensten; Gegenteil von OA open access


C


CN                                         core network   

Kernnetz, Verbindungsnetz; entspricht dem eigentlichen Backbone, verbindet also die einzelnen Zugangsnetze miteinander und ins www;

CPE                                        Customer premises equipment             

Kundenseitiges Endgerät, vom Kunden bereitgestelltes Equipment

CPM                                      Continuous Phase Modulation

Modulationsart zur Datenübertragung


D


Dark Fibre                          auch unbeschaltene Glasfaser

ist eine vom Netzbetreiber oder Infrastrukturbesitzer nicht genutzte Glasfaser, die an dritte vermietet werden kann

DOCSIS                                Data Over Cable Service Interface Specification            

DSLAM                                Digital Subscriber Line Access Multiplexer       

Kabelverzweiger zu Endkunden (ARU)


E


EBIT                                      Earnings before Interest and Taxes      

ELER     

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums

Entbündelung                 

Trennung von Netzinfrastruktur, Netzbetreiber und Diensteangebot.

EMV                                     elektromagnetische Verträglichkeit    

es muß verhindert werden, dass sich unterschiedliche elektronische Einrichtungen gegenseitig stören

EVU                                      Energieversorgungsunternehmen    


F


FFG                                       Forschungsförderungsgesellschaft       

FTTB                                     Fiber-to-the-Building  

Die Glasfaserleitungen werden bis zum Gebäude geführt, während innerhalb des Gebäudes Kupfer-, Koaxial- und/oder LAN-Kabel verwendet werden.

FTTC                                    Fiber-to-the-Cabinet   

Die Glasfaserleitungen werden bis zum Gebäude geführt, während innerhalb des Gebäudes die Glasfaserleitungen enden und in einem Straßennetzknoten, der sich nahe dem Endkunden befindet. Auf der letzten Wegstrecke werden Kupfer- (bei FTTC‑ VDSL-Netzen) oder Koaxialkabel (bei Kabel-DOCSIS 3-Netzen) verlegt. FTTC ist ein Zwischenschritt in Richtung FTTH.  Gebäudes Kupfer-, Koaxial- und/oder LAN-Kabel verwendet werden.

FTTH                                    Fiber-to-the-Home      

Es handelt sich um ein lokales Netz, das von einer Ortszentrale bis in die Wohnung einschließlich der gebäudeinternen Verkabelung aus Glasfaserleitungen besteht.

FTTN                                    Fiber-to-the-Node        

FTTP                                     Fiber-to-the-Premise  

FTTx                                     Sammelbegriff               

FTTV                                     Fibre-to-the-Village     

Mit dieser Bezeichnung meint man einen LWL-Anschluss in der Gemeinde bzw. einen Siedlungspunkt als Zubringer



Gebäudeeinführungspunkt                     

Einrichtung, um LWL-Kabel in ein Gebäude einzuführen und den Übergang von Außen- auf Innenkabel zu ermöglichen

Glasfaserkabel                 LWL oder Lichtwellenleiter      

Über Glasfaserkabel werden Informationen mit Lichtsignalen übermittelt. Damit ist eine sehr große Datenrate bei geringer Störanfälligkeit über weite Entfernungen möglich

GPON                                  Gigabit Passive Optikal Network           

ermöglicht Übertragung von 2,5 Gigabit/s in beide Richtungen; Gegenteil von Point to Point

GSM                                     Global System for Mobile Communications     


H


HD                                        High Definition              

HD TV                                  High Definition Television        

HDSL                                    High Data Rate Digital Subscriber Line

erste DSL Technologie welche die Kupfer Doppelader nutzte

HFC                                       Hybrid Fibre Coax         

HSDPA                                 High Speed Packet Access         

HSPA                                    High Speed Downlink Packet Access    

3 G; max 7 Mbit/s

HSUPA                                High Speed Uplink Packet Access          

max 5 Mbit/s


I


ISAM                                    Index Sequential Access Method          

Zugriffsmethode für Datensätze mit unterschiedlichen Indizes

ISDN                    

ISP                                         Internet Servies Provieder

ISPA                                      Internet Service Providers Austria        

Vereinigung österreichischer Internet Provider


J


Jitter                                    Schwankung     

zeitliches Taktzittern bei der Übertragung von Digitalen Daten; unerwünschtes Störsignal


K


Kbit/s und M/bits                         

sind Einheiten, um die Datenübertragungsrate zu messen. Sie geben an, wie viele Bits pro sekunde übertragen werden (1 Kbit/s = 1000 Bit/s)

KMU                                    Kleine und mittlere Unternehmen       

Kollokation                      

mitbenützen von Recoursen (Stellplatz, Stromversorgung, Klimatisierung, etc.) am Standort des Hauptverteilers; alternative Provider erhalten einen sog. Kollokationsraum;


L


Latenzzeit                         

Verzögerungszeit einer aktiven Aktion bis zu deren Reaktion

Leerrohr                             

Unterirdisches Leitungsrohr, Kabelkanal oder Durchführung  zur Unterbringung von Leitungen (Glasfaser-, Kupfer- oder Koaxialkabel) eines Breitbandnetzes.

LTE                                       Long Term Evolution    

LTE-A                                   Long Term Evolution Advanced              

LWL                                     Lichtwellenleiter           

LOS                                      Line of Sight      Sichtverbindung bei Richtfunk


M


M2M                                    Mobile to Mobile          

MB                                       Mega Byte        

MVNO                                 Mobile virtuel network operator          

Mobiler Virtueller Mobilfunknetzbetreiber


N


NN                                        Neutrale Netze

die alle Arten von Netzwerktopologien unterstützen können. Bei FTTH-Netzen sollte die Infrastruktur sowohl Point-to-Point als auch Point-to-Multipoint-Topologien unterstützen können

NGA                                     Next Generation Access            

Next-Generation-Access-Netze (NGA-Netze) sind Zugangsnetze, welche dazu geeignet sind, die heute mit ADSL2+ erreichbaren Datenübertragungsraten auf Kupfer-basierenden Netzen deutlich zu übertreffen und insbesondere die Erbringung folgender Dienste und Anwendungen zu ermöglichen: digitale Konvergenzdienste, On-Demand-Anwendungen, HD-Dienste, symmetrische Hochleistungs-Breitbandzugänge für Unternehmen usw. NGA-Netze beruhen teilweise oder vollständig auf der Verwendung optischer oder elektro-optischer Technologie. Insofern sind hier Netze auf Basis von Glasfasertechnologie (FTTH), weiterentwickelte, modernisierte Kabelnetze (HFC) sowie weiterentwickelte, modernisierte Kupferdoppelader-Zugangsnetze (FTTC, FTTB) gleichermaßen umfasst. Sofern Satelliten- oder Mobilfunknetze zur Erbringung symmetrischer Hochleistungs-Breitbanddienste in der Lage sind, stellen sie ebenfalls NGA-Netze dar.

NOC                                     Network Operations Center     

zentrale Netzwerkverwaltung, zentraler Netzwerkknoten


O


OFDM                                  Orthogonal Frequency Division Multiplexing  

dieses Verfahren geht auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Gegebenheiten von unterschiedlichen Datenübertragungskanälen (Funk, Kupfer, Glas, etc.) ein und optimiert den Datenfluss

OLT                                       Optical Line Terminal  

Übertragungstechnische Schnittstelle zwischen dem Accessnetz und dem Backbone (in VS oder HVT)

ONT                                      Optical Network Terminal         

Übertragungstechnische Schnittstelle beim Kunden (Netzübergabepunkt)

Open Access-Modell                   

Hierbei handelt es sich um ein offenes Netzwerk. Der Zugang zu diesem Netzwerk und zu den Endkunden ist für alle Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen offen. Service-Provider können ihre Dienste direkt dem Endkunden anbieten. Große städtische Energieversorger wählen das Open-Access-Modell für ihre Glasfasernetze. Sie erhoffen sich dadurch auf der einen Seite eine gute Auslastung ihrer Netze, auf der anderen Seite rechnen sie mit attraktiven Endkundenpreisen durch Wettbewerb.

OPEX                                    operational expenditures         

Operative Kosten für Netzbetrieb und -wartung


P


Passive Netz                    

Breitbandnetz ohne aktive Komponenten. Umfasst in der Regel Leerrohre, unbeschaltetete Glasfaserleitungen und Faserverteiler. Ein passives Netz hat keinen Stromanschluß

PON                                     Passive Optical Network            

POP                                      Point of Presence          

physischer Konotenpunkt in ein Übertragungsnetz

POTS                                    Plain old telefone service         

der gute alte Telefondienst

Point-to-Point                

Netzwerktopologie, bei der jeder Teilnehmer bzw. jede Teilnehmerin eine eigene Anschlussleitung bis zur Ortszentrale hat.

Point-to-Multipoint                     

Netzwerktopologie, bei der jeder Teilnehmer bzw. jede Teilnehmerin eine eigene Anschlussleitung nur bis zu einem zwischengeschalteten passiven Netzknoten (z. B. Straßenverteilerkasten) hat, wo diese Leitungen über einen Splitter zu einer gemeinsam genutzten Leitung zusammengefasst werden. Diese führt dann in die Ortszentrale.

PvE                                       Player versus Environment       

Spieler gegen Umgebung; Spieler gegen virtuellen Gegenspieler; Gegenteil PvP (Spieler gegen Spieler)

PvE                                      Partner virtueller Entbündelung      

      

R


Residentialkanäle          Private Wohnanschlüsse

RFoG                                   Radio Frequency over Glass     

RTT                                      Round Trip Time            

Paketumlaufzeit: Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um von der Quelle zum Ziel und zurück zu gelangen;


S


SDSL                                    Symmetric Digital Subscriber Line         

im Gegensatz zu ADSL Daten in gleicher Geschwindigkeit in beide Richtungen

SHDSL                                  Single Pair Highspeed Digital Subscriber Line 

symetrisch; gleiche Bitraten up und down über zwei Doppeladern

Spleiß                 

Mittels Lichtbogen verschweißte permanente Verbindung von Lichtwellenleitern aus zwei verschieden Kabeln.

SS7 Protokoll                    Sygnalling System 7      

Signalisierungssystem Nr. 7; Signalisieren=Abgeben von Zeichen; Sammlung von Protokollen und Verfahren zur Signalisierung in Telekommunikationsnetzen


U


UMTS                                  Universal Mobile Telecommunications System             

Universal Mobile Telecommunications System, das Mobilfunksystem der dritten Generation (384 Kbit/s), mit HSPA+ bis zu 42 Mbit/s.

Überbuchungsfaktor                   

totale Bandbreite angeschlossener Kunden/totale Bandbreite ins Internet; gibt an wie viele Anwender sich eine Internetverbindung teilen. Je höher der Überbuchungsfaktor desto langsamer die Leitung beim einzelnen.


V


Vectoring                          

aufwerten von Kupferleitungen (VDSL 2); das Übersprechen wird ausgefiltert - ähnlich einem Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung; bis 100 Mbit/s bis 300 m Entfernung

Vorleistungsprodukte                 

Der Zugang ermöglicht es einem Betreiber, die Einrichtungen eines anderen Betreibers zu nutzen

VDSL                                    Verry Highspeed Digital Subscriber Line            

höhere Datenraten als ADSL, jedoch nur bis max 1.500 Meter; max 52/11

VPN                                      Virtual Private Network             

Zusammenschluss mehrerer Rechner über ein öffentlich zugängliches Übertragungsnetz


W


Wholesale-Produkte                   

Produkte, die ein Full Service Provider einem Netzbetreiber in kompletter Form zur Verfügung stellt. Je nach Anbieter beinhaltet dieses Paket marketing- und vertriebstechnische Dienstleistungen, kann aber auch bis zum Kundensupport und/oder zur technischen Installation und zum Netzbetrieb gehen.

WIFI                                     Wireless Fidelity             

WIMAX                                Worldwide Interoperability for Microwave Access      

ist eine drahtlose Breitbandtechnologie, die in Österreich als Ergänzung im stationären Bereich eingesetzt wird. Die Technologie ermöglicht aber grundsätzlich auch eine mobile Anwendung.

WLAN                                  Wireless local Area Network    


X


xDSL                     

Unterschiedliche Formen von DSL (Digital Subscriber Line) – englische Bezeichnung für einen digitalen Teilnehmeranschluss mit hohen Übertragungsraten über Kupferleitungen. Das „x“ steht als Platzhalter für das jeweilige Verfahren (ADSL, VDSL etc.).


Z


Zugangsnetz                     

Ein Zugangsnetz ist der Netzabschnitt im Ortsbereich, der den Kunden mit einer Ortszentrale verbindet. Im Englischen wird der Begriff „Access Network“ verwendet, bei optischen Netzen auch „Optical Access Network“. Die deutschen Bezeichnungen sind je nach Literaturstelle und Firmenunterlagen unterschiedlich. Oft wird auch der Begriff Anschlussnetz für ein Zugangsnetz verwendet.


1 zu 5                                   max. Bandbreite teilen sich fünf Endkunden (wird 5x verkauft)

1 zu 30                                 max. Bandbreite teilen sich dreißig Endkunden (wird 30x verkauft)

3G                                         Synonym für UMTS

4G                                         Synonym für LTE

5G                                         Synonym für LTE-A

4K                                         Bezeichnung von Auflösung für Monitore und Bildschirme