Was ist Breitband?


Breitband-Datennetze sind die Infrastruktur der Informationsgesellschaft

Unter Breitband versteht man sämtliche Infrastrukturen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), die den Qualitätsstandards und heute gängigen Technologien entspricht. Das Bundeskanzleramt Österreich und auch Bundesministerium bezeichnen das Breitband als "einen permanenten Internetanschluss mit zeitunabhängigem, laufendem Grundentgelt, wobei wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten erzielt werden als mit Einwahlverbindungen (Dial-up Modem)."

Es handelt sich dabei um einen Zugang zum Internet mit, im Gegensatz zu veralteten Zugangstechnologien (Schmalband), verhältnismäßig hoher Datenübertragungsrate. Es wurde bisher noch nicht einheitlich definiert, ab welcher Datenübertragungsrate von einem "Breitband" gesprochen wird. Den Schwellenwert setzten die verschiedenen Institutionen, Organisationen und Unternehmen unterschiedlich fest. Die Leistungsfähigkeit des Internets ist grundsätzlich von der Reichweite (Anteil der Zielpersonen), Datenvolumen (Speicherkapazität, Bit und Byte) und Datenübertragungsrate (Übertragungsgeschwindigkeit, Bit/s und Byte/s) abhängig.


Hohe Bedeutung für den Wirtschafts- und Lebensraum


Der flächendeckende Ausbau einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Breitbandinfrastruktur hat eine enorme Bedeutung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse. Durch die Bereitstellung von flächendeckenden offenen Breitbandnetzen und „schnellen“ Breitbanddiensten wird sichergestellt, dass alle Bürger und Unternehmen einen offenen und uneingeschränkten Zugang zu Kommunikationsnetze erhalten und in keiner Weise benachteiligt werden. Ein barriere- und diskriminierungsfreies Breitband ermöglicht dem Kunden frei zwischen mehreren Angeboten hinsichtlich Infrastruktur und Diensten zu wählen. Voraussetzungen sind die "offenen Schnittstellen", d.h. dass  jedes Netz für jeden Kunden und für jeden Anbieter frei zugänglich sein muss (Open Access – Ansatz).

Ein gut ausgebautes Breitbandnetz und innovative Breitbanddienste sind ein wesentlicher Standortfaktor, um im Standortwettbewerb zu bestehen. Dies ist somit für Unternehmens- und Betriebsansiedelungen, Sicherung der heimischen Wirtschaft, Halten und Schaffen von Arbeitsplätzen und Freizeit und Tourismus unerlässlich.

Breitband schafft mit einer weltweiten, schnellen und digitalen Anbindung flexible Arbeitsräume (Arbeiten von zu Hause aus, temporärer Heimarbeitsplatz wegen Kinderbetreuung, etc.), bessere Erreichbarkeit von privaten und öffentlichen Dienstleistungen und mehr Interaktion über das Internet. Es trägt damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Unternehmens- und Bevölkerungsabwanderung bei. Denn vor allem in ländlichen Regionen sind die Einwohner auf ein leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen. Dieses ermöglicht Ausbildungs- und Entwicklungsperspektiven, die Teilnahme an sozialen Netzwerken und somit den Anschluss an den Rest der Welt.